Archiv für den Monat: April 2015

Adsorbatimpfstoff

Bei einem Adsorbatimpfstoff wird das Impfantigen an ein Adjuvans (z.B. MF59, Aluminium-Hydroxid) gebunden, um die Wirksamkeit des Impfstoffs zu erhöhen. Ohne diese Unterstützung müsste eine deutlich größere Menge Antigen pro Impfdosis gegeben werden (z.B. Tetanus-Toxoid in rund 100-facher Menge). Dadurch gäbe es deutliche Probleme mit der Verträglichkeit. Bei tiefer intramuskulärer Applikation sind Adsorbatimpfstoffe lokal gut verträglich. Bei einer zu flachen Injektion kommt es durch eine unspezifische Reizung der Hautnerven zu Nebenreaktionen (lokale Beschwerden). Adsorbatimpfstoffe dürfen nicht eingefroren werden (Lagerung).

Link:  http://flexikon.doccheck.com/de/Adsorbatimpfstoff

Adjuvans

Adjuvantien (Adjuvantia oder Adjuvanzien) sind Substanzen, die das Immunsystem unspezifisch stimulieren. Beinahe alle inaktivierten Impfstoffe enthalten ein Adjuvans, um deren Wirksamkeit (Immunogenität) zu erhöhen. Bei Personen mit einer Immunsuppression (Unterdrückung einer Immunreaktion) soll dadurch eine belastbare Immunität und hohe Antikörper-Titer ausgelöst werden. Häufig wird Aluminium-Hydroxid, seltener Aluminium-Phosphat verwendet. Es bindet an an das Impfantigen (Adsorbatimpfstoff), wodurch der Impfstoff als Depot im Gewebe verbleibt (Nebenreaktionen) und über einen längeren Zeitraum die Immunzellen anregt. Manche Impfstoffe enthalten organische Substanzen als Adjuvantien, z.B. MF59 (Öl-in-Wasser-Emulsion, Bestandteile: Squalen, Polysorbat 80, Sorbitantrioleat) Idealerweise zeigen Adjuvantien keine eigenen pharmakologischen Wirkungen.

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Adjuvans_(Pharmakologie)

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Adenovirus

Adenoviren sind weltweit Auslöser für viele Infekte mit unterschiedlichen Symptomen. Vordergründig handelt es sich dabei um akute Erkrankungen des Nasen-Rachen-Raumes mit ausgeprägten Bindehautentzündungen, Fieber, Lymphdrüsenschwellungen und allgemeinem Krankheitsempfinden. Erwachsenen stand früher in einigen Ländern ein oraler Lebendimpfstoff zur Verfügung, der allerdings nur im Militär angewendet wurde. In den letzten Jahren wurden apathogene (nicht krankheitserregend) Adenoviren als Vektor (Transportmittel) verwendet, um genetisches Material in Zellen einzuschleusen. Mit HIV-Genen ‚infizierte‘ Zellen können Antigene bilden, die das Immunsystem gegen eine HI-Virus-Infektion aktiviert. Ein anderes Anwendungsfeld der Adenoviren ist die Gentherapie bestimmter Krebserkrankungen.

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Adenoviridae   

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Immunsystem wird wirksame Waffe – Impfung als Hautkrebstherapie

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Quelle: CDC/ Douglas Jordan, M.A.

Im Kampf gegen Krebs wird immer öfter auf personalisierte Therapien gesetzt. Forscher hetzen mit Hilfe von Tumorgenen das Immunsystem von Krebs-Patienten auf deren Melanome – mit Erfolg. Mit einer personalisierten Impfung haben Mediziner das Immunsystem von Melanom-Patienten auf ihren Tumor abgerichtet. Die therapeutischen Impfstoffe lösten eine massive Immunreaktion gegen Tumorbestandteile aus und wurden von den drei Patienten gut vertragen, schreiben die Forscher um Beatriz Carreno von der Washington University School of Medicine in St. Louis (US-Staat Missouri) über erste Zwischenergebnisse.

Quelle: N-TV

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Melanom lässt sich mit einer Impfung bändigen!

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Quelle: CDC/ Douglas Jordan, M.A.

Forscher halten eine Impfung gegen Hautkrebs für prinzipiell machbar. Bei drei Probanden mit einem fortgeschrittenen Melanom zerstörte das Immunsystem die ganz speziellen Tumorzellen selbst. Mit einer personalisierten Impfung haben Mediziner das Immunsystem von Melanom-Patienten auf ihren Tumor abgerichtet. Die therapeutischen Vakzine lösten eine massive Immunreaktion gegen Tumorbestandteile aus. Sie wurden von den drei Patienten gut vertragen, schreiben die Forscher um Beatriz Carreno von der Washington University School of Medicine in St. Louis (USA) über erste Zwischenergebnisse.

Quelle: Welt.de

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Studie: Ebola-Impfstoff zeigt in Tests gute Verträglichkeit

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Quelle: CDC/ Conne Ward-Cameron

Es wird immer stiller um die Ebola-Epidemie in Westafrika. Doch längst ist die Lage nicht unter Kontrolle. Zwar sinkt langsam die Zahl der wöchentlich gemeldeten Neuinfektionen, dennoch kommen die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie insbesondere in Guinea und Sierra Leone nur schwer voran. Viele Experten setzen daher auch auf die jüngsten Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffs. Jetzt haben Tübinger Forscher einen weiteren, recht erfolgreichen Impftest im Kampf gegen Ebola vorgestellt.

Quelle: Spiegel.de

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Ebola: Impfstoff-Test verläuft vielversprechend

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Quelle: CDC/ Conne Ward-Cameron

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Ebola gibt es Fortschritte. Bei den Tests sei nachgewiesen worden, dass die Probanden Antikörper gegen Ebola entwickelten. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass der Impfstoff wirksam sei, ein endgültiger Nachweis stehe noch aus. Eine internationale Studie ist nach Angaben von Tübinger Forschern „vielversprechend“ verlaufen. Im Kampf gegen die aktuelle Epidemie kann der Wirkstoff aber wohl nicht                             mehr eingesetzt werden.

Quelle: Tagesschau

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Impfungen für Kinder: Kleiner Piks, großer Schutz

PHIL Image 13527Das Baby ist gerade erst geboren, es scheint noch zart und zerbrechlich, und schon wenige Wochen später soll es die ersten Impfungen erhalten: zunächst die Schluckimpfung gegen Rotaviren. Schon kurz darauf folgt die Sechsfach-Impfung gegen Diphtherie, Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Wundstarrkrampf (Tetanus). Eine medizinische Entscheidung, die manchen Müttern und Vätern schwerfällt, weil teils schlimme Gerüchte über das Impfen kursieren. Impfen gehört allerdings zu den zuverlässigsten Maßnahmen, um Krankheiten vorzubeugen. Doch viele Eltern haben Angst vor Nebenwirkungen.

Quelle: Baby und Familie

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Apothekenzeitschrift „Baby und Familie“ mit großem Impfbeitrag!

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Quelle: CDC/ Amanda Mills

Die neue Ausgabe von „Baby und Familie“ vom April 2015 nimmt sich dem Thema „Impfen“ an. Auf der Titelseite ist groß zu lesen „Warum Impfen so wichtig ist – Von Anfang an geschützt“. Kinderkrankheiten sind nicht harmlos. Jeder kann mithelfen, sie auszurotten. Doch nur wer richtig informiert ist, kann verantwortlich handeln. Auf 8 Seiten werden 10 aktuelle wichtige Fragen von Experten beantwortet. Das aktuelle Magazin können Sie derzeit in Ihrer Apotheke kostenlos auf Anfrage erhalten. Sie können sich jedoch die Artikel und weitere zum Thema auch online durchlesen: Baby und Familie

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Fehlgeburt/Abort

Bestimmte virale Infektionskrankheiten führen zu Fehlgeburten und damit zum Verlust des Kindes, wenn die Frau während der ersten Schwangerschaftsmonate erkrankt. Sicher weiß man dies von den Röteln, den Masern, der Influenza (Virus-Grippe) und dem Mumps. Gegen alle genannten Infektionskrankheiten helfen vorsorglich die entsprechenden Impfungen.