Alter

Das Immunsystem des Menschen muss eine gewisse Reife erlangt haben, bevor es auf Antigene mit der Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen reagiert. Säuglinge impft man daher meist erst ab dem 3. Lebensmonat. Bis dahin profitieren sie vom Nestschutz (Mutter überträgt Antikörper auf das Kind). Einige Antigene werden allerdings erst vom reiferen Immunsystem ab dem 2. Lebensjahr erkannt. Fortgeschrittene Lebensjahre sind keine Kontraindikation gegen Impfungen. Bisher gab es nur wenige Impfstoffe, deren Anwendung für unterschiedliche Altersgruppen bestimmt waren. Beispielsweise enthält der Impfstoff gegen Diphtherie für Kleinkinder eine höhere Menge Toxoid als für ältere Kinder oder Erwachsene. Während der letzten Jahre wurden Konjugat-Impfstoffe entwickelt, die bereits im unreifen Immunsystem von Säuglingen/Kleinkindern die Antikörperproduktion anregen (Haemophilus influenzae Typ B, Meningokokken, Pneumokokken). Älteren Menschen ab dem 65. Lebensjahr steht ein Influenza-Impfstoff (Virusgrippe) zur Verfügung, der wegen seiner Adjuvans (Squalen) auch bei geschwächtem Immunsystem eine sehr gute Immunisierung erzeugt.

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