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AIDS-Impfstoff

AIDS (engl.: „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, dt.: „erworbenes Immundefektsyndrom“) bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen beim Menschen aufgrund einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Das Virus verändert fortlaufend in kurzen Zeitabständen seine Oberfläche und damit seine Antigene. Das geschieht einerseits während der langen Inkubationszeit, als auch während der Aidserkrankung. Solange es nicht gelingt, ein konstantes Antigen (common antigen) des HI-Virus zu finden, wird die Herstellung eines Impfstoffes nicht gelingen. Dank neuer Medikamente (Virusstatika) steigt die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle in den westlichen Industrienationen nicht mehr so stark, wie die Zahl der Neuinfektionen. Trotz zunehmender Therapieerfolge sollte die Expositionsprophylaxe (hygienische Maßnahmen) zur Vermeidung einer HIV-Infektion nicht vernachlässigt werden. Vorbeugen ist besser als heilen, denn für die HIV-Infektion gibt es bis heute keine Heilungsmöglichkeit. Die Entwicklung einer wirksamen Impfung ist daher Teil der vielen wissenschaftlichen Versuche, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Es gibt mittlerweile zwar Therapien wie die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART), diese können jedoch bisher nur die Viruslast herabsetzen und das Leben der Patienten dadurch verlängern, eine Entfernung des HI-Virus aus dem Körper wird dadurch jedoch nicht erreicht. Ein HIV-Impfstoff gilt als das wahrscheinlich wirkungsvollste Mittel gegen die Ausbreitung von HIV. Daher wird zurzeit weltweit an ca. 30 HIV-Impfstoffen geforscht.

Auch wenn bereits Symptome der Aidserkrankung sichtbar werden, können HIV-Infizierte generell alle inaktivierten Impfstoffe erhalten (z.B. Diphtherie, Hepatitis B,  Polio, Keuchhusten, Tetanus). Es wird trotzdem empfohlen, den Impferfolg serologisch (Antigen-Antikörper-Reaktionen im Blutserum) überprüfen zu lassen, da die Impfungen abhängig vom persönlichen Immunstatus mehr oder weniger wirksam sind. Applikationen von Lebendimpfstoffen müssen dagegen differenziert betrachtet werden. Die Impfung gegen Masern wird symptomlosen HIV-Infizierten dringend empfohlen, weil bei ihnen diese Krankheit besonders schwer verläuft. Die MMR-Impfung (Mumps-Masern-Röteln) ist ebenfalls möglich, nicht jedoch die Impfungen gegen Tuberkulose oder Varizellen, da es sonst zu schweren Impfkomplikationen kommen kann (Impffähigkeit).

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/AIDS

http://de.wikipedia.org/wiki/HIV-Impfstoff

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